Sportbekleidung ist vor allem eines: funktional. Und oft auch stylisch. Aber sicher nicht nachhaltig, oder?

Falsch.

Denn haben sich die drei Attribute funktional, stylisch und nachhaltig früher widersprochen, so findet man sie heutzutage immer häufiger vereint. Und das kommt nicht von ungefähr. Schließlich ist immer mehr Sportlern wie dir wichtig, woraus ihr Trainingsoutfit hergestellt ist. Und auch, wie es produziert wird. Du bist daher mit der Grund, warum die Nachhaltigkeit im Bereich Sport-Fashion immer mehr an Bedeutung gewinnt.

Inhaltsverzeichnis

1. Was unterscheidet nachhaltige Sportkleidung von herkömmlicher?

2. Warum braucht es nachhaltige Lösungen für Sportbekleidung?

3. Nachhaltige Alternativen für Sportbekleidung

4. Welche Materialien werden für nachhaltige Sportmode eingesetzt?

5. So pflegst du nachhaltige Sportkleidung richtig

6. Vieles spricht für nachhaltige Sportmode

Was unterscheidet nachhaltige Sportkleidung von herkömmlicher?

Gute Frage. Sportkleidung besteht nämlich zu einem Großteil aus synthetischen Fasern. Und das kommt nicht von ungefähr. Schließlich wäre ohne diese eine Vielzahl an Funktionen, die Sport- und Outdoor-Bekleidung mitbringen, gar nicht möglich. Bei mancher Sportart benötigt man Sportkleidung, die 100% wasserdicht, 100% schweißableitend oder 100% winddicht ist. Aber dann 100% aus natürlichen Fasern? Das geht leider noch nicht.

Und genau deshalb wird bei Sportmode auf synthetische Fasern gesetzt. Die bringen aber auch viele Nachteile mit sich:

  • Ihre Herstellung ist sehr energieintensiv.
  • Sie werden aus Erdöl gewonnen.
  • Synthetische Fasern verrotten nicht.
  • Sie können nur schwer korrekt entsorgt werden.

Der Umwelt zuliebe ist es daher besser, auf nachhaltige Sportbekleidung zu setzen. Ja. Denn immer mehr Hersteller fokussieren sich darauf. So produziert PUMA Sportbekleidung, die aus nachhaltigen Materialien gemacht wird. Aber auch recycelte und schadstofffreie Synthetik- oder Naturfasern werden verwendet. Die absorbieren Schweiß genauso gut wie ihre synthetischen Kollegen. Und: Sie verursachen keinen Juckreiz und verhindern lästige Geruchsbildung. Sie sind so nicht nur besser für die Umwelt, sondern auch für dich.

Warum braucht es nachhaltige Lösungen für Sportbekleidung?

Sportbekleidung muss so einiges können. Vor allem dann, wenn es mit ihr ab nach draußen geht. Sonne, Regen, Sturm und Schnee fordern ihr schließlich so einiges ab. Das darf ihr aber nichts anhaben. Deshalb werden vor allem für Outdoor-Bekleidung Hightech-Materialien eingesetzt. Die werden jedoch zumeist aus Erdöl hergestellt. Das heißt, dass das Kleidungsstück nicht biologisch abbaubar ist. Und: Das Kleidungsstück kann potenziell gesundheitsschädlich sein. Zudem entsteht durch Nutzen und Waschen des Teils Mikroplastik. Das ist sowohl schädlich für die Umwelt wie auch die Gesundheit der Trägerin bzw. des Trägers. Es ist also höchste Zeit für nachhaltige Alternativen.

Nachhaltige Alternativen für Sportbekleidung

Die positive Nachricht: Sportartikelhersteller haben erkannt, dass nachhaltige Sportbekleidung die Zukunft ist – und das im Indoor- wie auch im Outdoor-Bereich. Anstatt auf synthetische Fasern zu setzen, finden vermehrt Naturfasern Verwendung. Und auch neue Methoden und Technologien kommen zum Einsatz. So wird im Outdoor-Bereich oftmals nachhaltige Sportbekleidung plastikfrei mit Bio-Bienenwachs überzogen. Das macht die Kleidung wasserfest – und das nachhaltig. Für temperaturausgleichende Sportmode wird vermehrt auf Wolle gesetzt. Sie ist die nachhaltige Alternative für das in Funktionswäsche häufig verwendete Polyester. Kann auf synthetische Fasern aufgrund ihrer Funktion nicht verzichtet werden, gibt es auch hier Lösungen. Zum Beispiel greifen manche Hersteller auf ausgediente Fischernetze oder PET-Flaschen zurück. So wird Plastik recycelt und nicht entsorgt.
Auch im Indoor-Bereich setzt sich nachhaltige Sportbekleidung durch. Die EXHALE Kollektion von PUMA in Kooperation mit Cara Delevingne ist hier ein eindrückliches Beispiel. Schließlich wurde hier streng darauf geachtet, dass nur nachhaltige Materialien verwendet werden.

Cara Delevingne in PUMA Exhale Kollektion Yoga-Shorts und Sport-BH

Welche Materialien werden für nachhaltige Sportmode eingesetzt?

Du weißt ja: Sportmode kann nur so nachhaltig sein wie ihre Materialien.

Das klingt gut, aber welche Materialien sind überhaupt nachhaltig? Hierüber gibt PUMA auf seiner Seite über nachhaltige Materialien detailliert Auskunft. Zusammenfassend kann aber gesagt werden, dass folgende Materialien nachhaltig sind:

  • Bio-Baumwolle: Sie ist atmungsaktiv, hautverträglich, weich und haltbar.
  • Leinen: Leinen ist atmungsaktiv und kann jede Menge Feuchtigkeit aufnehmen.
  • Sisal: Sisalfasern sind reißfest und langlebig.
  • Modal: Modalfasern sind atmungsaktiv und besonders weich.
  • Viskose: Viskose besticht durch ein angenehmes Tragegefühl.
  • Lyocell: Diese nachhaltige Zellulosefaser absorbiert Feuchtigkeit und trocknet schnell.

So pflegst du nachhaltige Sportkleidung richtig

Nachhaltige Sportmode ist eine langlebige Alternative zu herkömmlich produzierter Sportbekleidung. Aber nur dann, wenn du sie richtig pflegst.

1. Kleidung öfter tragen und mehr auslüften lassen

Wenn das Sportoutfit schmutzig ist, muss es gewaschen werden. Sonst bilden sich Keime und Bakterien. Häufig wird Sportbekleidung aber nach jedem Tragen gewaschen. Und das muss nicht sein. Schließlich hilft es oft schon, das Outfit ordentlich auszulüften. Das mögen Keime und Bakterien nämlich nicht. Du kannst auch Sportbekleidung auslüften, die direkt auf der Haut getragen wird. So muss beispielsweise nicht jeder Sport-BH nach jedem Tagen sofort in die Waschmaschine. Auch wenn man das oft denkt.

2. Weniger oft waschen (speziell synthetisches Gewand)

Wenn du dein Sportoutfit nicht nach jedem Tragen wäschst, sparst du Strom und Wasser. Und: Du verhinderst die Entstehung von schädlichem Mikroplastik. Das löst sich nämlich beim Waschvorgang von der Kleidung und verschmutzt das Abwasser. Da Mikroplastik nur schwer aus dem Abwasser gefiltert werden kann, gelangen laut Weltnaturschutzunion (IUCN) jedes Jahr 3,2 Millionen Tonnen kleinste Plastikteile in die Umwelt. Und etwa 1,5 Millionen Tonnen davon in die Meere. Dort wird es von Fischen aufgenommen und gelangt so in die Nahrungskette. Und das will man doch nicht, oder? Außerdem sieht deine Sportbekleidung, die du weniger oft wäscht, viel länger farbenfroh und frisch aus. Und das ist gut, oder?

3. In der Waschmaschine Waschbeutel verwenden, um Mikroplastik zurückzuhalten

Damit das Mikroplastik nicht im Abwasser landet, gibt es spezielle Waschbeutel. In denen soll das Sportoutfit gewaschen werden. Sie halten nämlich die ausgespülten Plastikfasern zurück und so kannst du sie im normalen Hausmüll entsorgen.

4. Ökologisch verträgliches Waschmittel ohne Mikroplastik verwenden

Aber nicht nur die gelösten Plastikfasern erzeugen Mikroplastik, sondern auch das Waschmittel selbst. Viele Waschmittel beinhalten nämlich Kunststoffverbindungen (sogenannte synthetische Polymere). Und die sind letztlich nichts anderes als flüssiges Plastik, das sich wie Mikroplastik auch in der Umwelt anreichert. Verwende zum Waschen deiner nachhaltigen Sportbekleidung daher ein Waschmittel, das ohne diese umstrittenen Kunststoffverbindungen auskommt.

5. Das richtige Waschprogramm verwenden

Wasche deine Sportbekleidung nicht im Schonwaschgang. Der weist nämlich nicht nur einen hohen Wasserverbrauch auf, sondern spült auch mehr Mikroplastik aus der Kleidung. Wasche deine Wäsche stattdessen im Umweltprogramm. Das braucht zwar länger, aber dafür viel weniger Wasser und Strom.

Vieles spricht für nachhaltige Sportmode

Sportbekleidung kann also viel mehr als nur funktional sein. Oder nur stylisch. Sie kann auch einen kleineren Umweltabdruck haben. Und der macht sich bemerkbar. Aber nicht über Nacht. Sondern nur dann, wenn sich immer mehr Sportlerinnen und Sportler für sie entscheiden. Und eine bzw. einer davon kannst du sein. Also: Worauf wartest du?

Related Articles